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Du musst nicht alles verstehen, um mitfühlen zu können.

Aber wenn du etwas gelernt hast, teile es. Vielleicht hilft dieser Beitrag auch anderen, den ersten Schritt zu gehen: hin zu mehr Offenheit, Empathie und echter Verbundenheit.

Wie nennt man das eigentlich – wenn eine Transfrau eine Frau liebt?

  • Autorenbild: Lizbeth
    Lizbeth
  • 13. Juni 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Okt. 2025


Liebe ist Liebe
Liebe ist Liebe

Es gibt diese Frage, die mir in stillen Momenten nachklingt – nicht weil ich sie ständig höre, sondern weil sie manchmal in mir selbst auftaucht. Sie ist kein Angriff, keine Abwertung. Sie ist einfach da: Wie nennt man das eigentlich, wenn eine Transfrau eine Cis-Frau liebt?

Ich bin eine Transfrau. Ich bin eine Frau – Punkt. Und die Person, die mich liebt, ist ebenfalls eine Frau. Eine Cis-Frau. Unsere Liebe ist echt, tief, verspielt, manchmal kompliziert – wie jede andere auch.

Und trotzdem stolpere ich manchmal über Begriffe.

Lesbisch? Hetero? Queer?

"Seid ihr dann lesbisch?", frage ich mich hin und wieder. Manchmal denke ich "Ja", weil es stimmt. Manchmal denke ich "Nein", weil es sich nicht ganz richtig anfühlt. Und manchmal denke ich einfach: "Wir sind wir und wir lieben uns."

Das Wort "lesbisch" ist mehr als eine nüchterne Beschreibung. Es ist ein kulturelles Bild, ein historischer Raum, ein politisches Statement. Und oft ist dieses Bild noch geprägt von der Vorstellung zweier Cis-Frauen.

Da passe ich nicht rein. Oder besser gesagt: Wir passen nicht rein. Nicht ohne zu zwicken. Und das ist okay.

Liebe braucht nicht immer ein Etikett

Die Frau, die mich liebt, sieht in mir keine Fußnote, kein „Trans“ in Klammern. Sie liebt mich als Frau. Als Mensch. Sie nennt mich ihren "Herzensmenschen". Ihre eigene Identität – ob lesbisch, queer, pan, oder einfach nur sie selbst – gehört ihr. Und ich beanspruche kein Etikett für uns, das sich für sie nicht stimmig anfühlt.

Und ich?

Ich bin eine Frau, die liebt. Vielleicht bin ich eine lesbische Frau. Vielleicht bin ich einfach eine verliebte Frau. Vielleicht bin ich queer, weil mein Weg nicht geradlinig war. Aber ich bin nicht verwirrt.

Beziehungen jenseits der Norm brauchen keine Entschuldigung

Ich weiß, dass unsere Liebe manchmal andere irritiert. Weil sie nicht ins gewohnte Raster passt. Weil wir zeigen, dass Liebe größer ist als Geschlechterkategorien. Und weil wir sichtbar machen, dass die Welt vielfältiger ist, als viele glauben.

Aber ich habe aufgehört, mich kleinzumachen, um in irgendeine Schublade zu passen. Unsere Beziehung braucht keine Erklärung. Sie braucht keinen Stempel.

Vielleicht sind wir einfach: wir. Ich liebe eine Frau. Und sie liebt mich. Das ist alles – und gleichzeitig alles.

Eure, Lizbeth

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