Was man sieht – und was man nicht sieht
- Lizbeth

- 6. Juni 2025
- 1 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 12. Juni 2025
Nimm Dir Zeit für Dich, denn niemand benötigt Dich so sehr wie Du selbst.

Die meisten Menschen in meinem Umfeld nehmen mich als lebensfrohe und glückliche Person wahr. Schon immer war das so – zumindest nach außen hin. Wie es in mir wirklich aussah, wusste allerdings kaum jemand. Lange Zeit nicht einmal ich selbst. Was man sieht ist halt nicht immer auch jenes, was in einem Menschen wirklich existiert.
Ich habe mich stets als freundlich und offen gezeigt, sicherlich ein wenig schüchtern. Man konnte leicht mit mir ins Gespräch kommen, gemeinsam lachen, Pläne schmieden, Abenteuer erleben. Ich war immer bereit, Neues auszuprobieren und das Leben in vollen Zügen zu genießen. Nur selten jedoch war ich diejenige, die aktiv auf andere zuging – vor allem, wenn ich sie nicht kannte.
Innen sah es oft ganz anders aus. Ich fühlte mich in meinem Körper nicht zu Hause und konnte lange nicht begreifen, was mit mir nicht stimmte. Natürlich ist nichts falsch an mir – aber es fühlte sich auch nicht richtig an. Dieses diffuse Unwohlsein, diese innere Unstimmigkeit, kann verwirrend und beängstigend sein. Besonders dann, wenn man das Leben liebt – nur nicht das eigene.
Was mich im Rückblick besonders nachdenklich stimmt: In meinem früheren Leben bin ich mehrfach bewusst Transpersonen begegnet. Einige von ihnen haben mich über eine gewisse Zeit hinweg begleitet. Und doch kam mir nie der Gedanke, dass das auch auf mich selbst zutreffen könnte. Dass ich vielleicht ähnliche Gefühle in mir trage.
Mehr dazu ein andermal – aber das hier ist ein Anfang.
Eure, Lizbeth




Kommentare